Fitness, Kraftsport und Bodybuilding: Das sind die Unterschiede

 

Heutzutage freuen sich Studio-Inhaber über nie dagewesene Mitgliederzahlen. Dementsprechend viele Informationen sind auch im Umlauf, wobei oft vergessen wird, etwas zu differenzieren. Was uns besonders oft auffällt, ist die synonyme Verwendung der Begriffe Fitness, Kraftsport und Bodybuilding.

Hierbei handelt es sich um drei grundverschiedene Sportarten mit sehr individuellen Zielstellungen. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass alle drei irgendwas mit Muskeln und Gewichten zu tun haben. Im folgenden Beitrag verraten wir Dir, wo die Unterschiede wirklich liegen.

 

Fitnesstraining: Gesund bleiben

 

Fitnesstraining ist grundsätzlich als Überbegriff für verschiedene Sportarten aus dem Bereich Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining zu verstehen. Dabei geht es in erster Linie um die Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit und des körperlichen Wohlbefindens.

Die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes spielt für die meisten Fitnesssportler eher eine untergeordnete Rolle. Eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit ist durchaus ein Teil des Fitnesstrainings, allerdings nicht mit dem Zweck, sich im Wettkampf mit anderen Sportlern zu messen.

Fitnesstraining ist sehr individuell und passt sich immer an die Ziele und Bedürfnisse des Einzelnen an. Auch ältere oder übergewichte Menschen können Fitnesssport betreiben, um positiven Einfluss auf ihre Gesundheit zu nehmen und sich im Alltag wohler zu fühlen. Außerdem ist „Fitness“ als breitgefächerter Oberbegriff die optimale Lösung für Dich, wenn Du gerne Sport treiben willst, aber keine geeignete Sportart findest.

Zum Fitnesstraining zählen viele verschiedene Sportarten. Schwimmen, Joggen, Fahrradfahren oder auch Hanteltraining – meist mit etwas niedrigerem Gewicht, dafür mit mehr Wiederholungen – zählen in den Bereich des Fitnesstrainings, solange sie dem gesundheitlichen Aspekt dienlich sind.

 


 

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Kraftsport: Stark sein

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Das Ziel im Kraftsport ist es, die Kraftleistung in einer bestimmten Bewegung zu verbessern. Das bekannteste Modell im Kraftsport-Bereich ist der Kraft-Dreikampf, wobei sich die Athleten ausschließlich in den drei Grundübungen Kniebeuge, Kreuzheben und Bankdrücken miteinander messen.

Dabei wird versucht, ein höchstmögliches Gewicht über eine einzige Wiederholung zu bewältigen. Das Training muss dementsprechend angepasst werden. Die Sportler trainieren zumeist in einem sehr niedrigen Wiederholungsbereich zwischen 2-5 Wiederholungen und mit schweren Gewichten zwischen 75-90% Ihres Maximalgewichtes.

Durch die niedrigen Wiederholungszahlen und die hohen Gewichte erzielen Kraftsportler durch ihr Training eine höchstmögliche neuronale Adaption – eine Anpassung des zentralen Nervensystems. Einfach gesagt: Dein Gehirn lernt, mehr Impulse zur jeweiligen Muskelgruppe zu schicken, um eine höchstmögliche Anzahl an Muskelfasern zu rekrutieren. Dadurch können Kraftsportler, die auf den ersten Blick viel schwächer zu sein scheinen, teilweise deutlich schwerere Lasten bewältigen, als ein Bodybuilder.

Fun Fact: Ein untrainierter Mensch kann aktiv nur bis zu 60% seiner vorhanden Muskelfasern rekrutieren. Dieser Wert lässt sich durch gezieltes Training auf bis zu 90% steigern. Die restlichen 10% kann der menschliche Körper nur unter Einfluss von Adrenalin in lebensgefährlichen Situationen abrufen.

Beim Krafttraining geht es also vor allem darum, Bewegungsabläufe zu trainieren und eine Anpassung des zentralen Nervensystems herbeizuführen. Allerdings ist im Kraftsport auch eine gewisse Menge an Muskelmasse notwendig. Daher wird das Training von Kraftdreikämpfern oder olympischen Gewichthebern oft zyklisch aufgebaut. Dabei gibt es Phasen, in denen mit niedrigen Wiederholungszahlen und hohen Gewichten trainiert wird (neuronale Anpassung), sowie Phasen, in denen ein höherer Wiederholungsbereich und ein niedrigeres Gewicht gewählt wird (Muskelaufbau/Hypertrophie).

 

Bodybuilding: Gut aussehen

 

Bodybuilding ist eine Kombination aus Muskeltraining und einer zielorientierten Ernährung. Dabei wird angestrebt, eine möglichst ästhetische, große und symmetrische Muskelmasse aufzubauen. Vor allem durch den großen Ernährungsaspekt, der bei ambitionierten Sporlern den Löwenanteil der Arbeit ausmacht, ist Bodybuilding auch eher als Livestyle – also als großes Ganzes – zu betrachten.

Für einen Bodybuilder geht es darum, ein optisches Idealbild zu erreichen. Dafür durchläuft ein er in der Regel wiederkehrende Zyklen aus Muskelaufbau und Fettabbau. Damit meinen wir aber Profis, die mit Bodybuilding ihren Lebensunterhalt finanzieren. Wenn es Dein Ziel ist, Muskulatur aufzubauen, funktioniert das in der Regel auch ohne ständiges Diäten.

Im Gegensatz zu Kraftsportlern, trainieren Bodybuilder in einem höheren Wiederholungsbereich zwischen 6-15 Wiederholungen, in dem nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eine höchstmögliche Hypertrophie zu erwarten ist. Dabei trainieren sie meist mit Gewichten zwischen 60-80% ihres Maximalgewichts und nutzen zahlreiche Übungsvarianten, um ihre Muskeln aus allen erdenklichen Winkeln zu trainieren.

Ein großer Unterschied zum Kraftsport ist, dass die einzelnen Übungen für Bodybuilder nur ein Mittel zum Zweck sind. Eine gute Technik ist zwar wichtig, die Leistung jedoch keineswegs. Auf der Bühne ist es egal, ob Du Deine Muskeln mit 50 oder 100 Kilo aufgebaut hast – entscheidend ist das optische Resultat.

 

Fazit

 

 

Fitnesssport unterscheidet sich vom Krafttraining und Bodybuilding vor allem darin, dass kein Leistungsgedanke hinter der sportlichen Ertüchtigung steht. Hier geht es in erster Linie um den gesundheitlichen Aspekt.

Bodybuilding und Krafttraining unterscheiden sich durch ihre individuelle Zielsetzung. Während ein Bodybuilder mit Gewichten trainiert, um sein Erscheinungsbild zu verändern, trainiert der Kraftsportler, um seine Kraftleistung in einzelnen Übungen zu verbessern.

 

 

Danke für's Lesen

 

Welchen Sport bevorzugst Du? Lass und gerne einen Kommentar da! Wir versuchen, eine Mischung aus Kraftsport und Bodybuilding umzusetzen. Wenn wir uns entscheiden müssten, stünde Leistung aber über Optik.

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